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Ich wünschte ich wäre tot, oder was kostet ein Pony? Teil 1

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Meine 1. Tour auf dem KTM MTB Kohoroa, oder wie das Ding heißt.


Ok, ok ich weiß es selber.
Was alternde Männer so an neuen Projekten angehen ist meist sinnlos und infantil.
Die einen kaufen sich mit Mitte 50 J einen Jaguar E in Teilen, verpackt in 25 Kartons, wild verteilt in einer total verrosteten Karosse, Direktimport aus Arizona, weil es da ja nie regnet und nichts rosten kann und glauben die Karre ist bis zum Sommer fertig.
Und es gibt auch Mitt-Fünfziger, die gucken eines Tages erschrocken an sich runter und denken, „Jetzt muss was getan werden“! Wenn man das Wesentliche nicht mehr sieht, also die Füße.

Anstatt es frühmorgens mit 10-15 Liegestützen gut sein zu lassen – nein, es wird ein Fatbike-Mountainbike gekauft. Es soll durch Matsch, Regen, Schnee, bergauf, bergab, über Stock und Stein, „Allzeit bereit, immer bereit !“ nannte man sowas früher hier in dieser Gegend.
Also Bestellbutton gedrückt, Fahrrad gekauft. Nicht irgendeines, sondern den Testsieger von irgendwem von irgendwo. Soll ja auch was bringen diese Investition. Einen Porsche kauft man schließlich ja auch nur, weil andere sagen und schreiben wie toll er ist.
Dazu noch ein schickes Biker-Dress, diverse Täschchen und Utensilien. Eine App für die bundesweite Radtour ist auch schon installiert.


Eines Tages, der Postmann klingelt, wer isses ..? Dein Rad! 4000,- Euro, nicht komplett.
Keine Sau sagt einem, daß man heutzutage ein unvollständiges Rad bekommt. Da fehlt ja die Hälfte:
Pedale, Pumpe, Schutzbleche, Licht... nix von dem, aber ein Sattel ist dran, immerhin.


Fix im I-Shop unter 2492 verschiedenen Pedalen ein Paar ausgesucht, natürlich nur nach der Farbe, wonach auch sonst? Und nach ein paar weiteren Tagen und gefühlten 15 Paketen geht es endlich an den finalen Zusammenbau.
Halt, Stop! Es geht doch nicht weiter, weil alles muss mit Drehmoment angezogen werden, weil nach „fest“ kommt „ab“. Und so ein 4000,- Euro Fahrrad-Rahmen …
Also noch ein Drehmomentschlüssel bei Amazon bestellt. Hazet natürlich, mindestens. Soll ja auch was hermachen und Qualität eben. Wir sprachen schon drüber.
Ein paar Tage später, Schlüssel kommt und bestätigt, der Sattel war korrekt angezogen. Ok, das wollte ich wissen. (Au backe)

Es gehen die Tage ins Land. Das nagelneue Rad steht im Flur. Es blinkt und glitzert. Bildhübsch.
Heute? Nee, ich bin irgendwie müde. Morgen aber!

Es ist „Morgen“. Es windet. Stark. Zu stark, beschließe ich. Na ja, der Sturm hört auch schon mal wieder auf.
Regen. War ja klar, und der Winter nähert sich auch schon bedrohlich mit großen Schritten.
Die Tage werden kürzer. Es wird kalt. Unangenehm kalt. Weihnachten. Irgendwann kommt sogar Schnee. Also damit hab ich jetzt nicht gerechnet, im Januar! War doch letztes Jahr nicht so, glaube ich mich dran zu erinnern. Und auch wegen dem Klimawandel. Selbst VW muss doch alle Autos zurücknehmen, damit es nicht weiter wärmer wird, heißt es doch überall ?! Ich verstehe die Welt nicht mehr !
Februar. Immer noch nass und kalt. Das neue Bike wäre direkt dreckig. Und so fühle ich mich auch. Erkältung. Oder die Nerven. Ich weiß es nicht genau. Aber eben unpässlich.

Ende März. Der 1. April um genau zu sein. Es sind 5 Grad über Null und bewölkt. Ich sitze am Rechner und scrolle durch das sinnlose Facebook Geschreibsel meiner 4000 „Freunde“. Es ist Mittag. Soll ich? Heute? Einfach so? Ich werde verwegen und erschrecke vor mir selbst.

Ich ziehe das Update vom Fahrrad-Routenplaner Burgenlandkreis: 490 MB! Alter.

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Ich checke schnell, ob ich noch soviel Datenvolumen habe. Geht! Also aktualisieren. Ich werde immer aufgeregter.
Nun hole ich meine neue Outdoorjacke aus dem Schrank. (Was für ein bescheuerter Name! was sind dann bitteschön Indoorjacken? Opas Strickjacke oder wie ?)
Ich schiebe schon mal das Rad raus auf den Hof. Die zugelaufene Katze guckt erst mich und dann das Bike an und denkt sich ihren Teil.
„Hau ab Viech, jetzt wird’s cool!“, raune ich.

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zum Teil 2
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