• Als Porsche den Sportwagen neu erfand



    Er war ein Sportwagen ohne Vorbild. Motor vorn, Getriebe hinten und dazwischen jede Menge Raum: der 924. Vor 40 Jahren überraschte Porsche die Öffentlichkeit mit dem modernen Vierzylinder-Sportwagen nach dem Transaxle-Konzept. Ein Werbeslogan von damals gibt die Richtung vor: der Familien-Sport-Kombi. Alltagstauglich. Nützlich.

    Transaxle ist ein englisches Kunstwort aus Transmission für Getriebe und Axle für Achse. Übertragen wird die Kraft zwischen Motor und Hinterachse über eine Antriebswelle, die sich in einem starren Rohr befindet. Für einen Sportwagen war dieses Prinzip in einer Zeit ohne elektronische Antriebshilfen ein innovatives Konzept. Es garantierte neutrale und sehr sichere Handling-Eigenschaften. Parallel zum 911 mit Heckmotor gab es nun eine Transaxle-Typenreihe, die mit ihrer optimierten Gewichtsverteilung und ihrem avantgardistischen Design den Sportwagenbau ihrer Epoche prägen sollten. Dem Porsche 924 folgten der 944 und der 968. Erst 1995 endete die Transaxle-Ära – nach fast 400 000 gebauten Exemplaren.

    Einen kleinen Auszug von 23 dieser Exemplare präsentiert das Porsche-Museum in einer bis Mitte Oktober diesen Jahres laufenden Sonderausstellung. Mehr als die Hälfte dieser Exponate werden dabei erstmals der Öffentlichkeit gezeigt, frei nach dem Motto: Querdenker seit 40 Jahren – Motor vorn, Getriebe hinten.
    Kommentare 1 Kommentar
    1. Avatar von neue-sitze-tom
      neue-sitze-tom -
      Perfekt ! Ein 924 Sondermodell LeMans vom August 1980.
      1002 mal gebaut. Mit Sportfahrwerk und erstmalig ausgestattet mit Kreuz-Speichenfelgen.